Zur Sicherheit jetzt immer dabei.
VORTEILE
- Leicht
- Praktisch
- Einfache Montage
- Solide Sicherung
- Verschiedene Farben
- Karabiner und Clipper
NACHTEILE
- Kompatibilität mit Kameralinse
- Gummi zieht Staub an
BEWERTUNG
Squirrel Gear Koala 2.0
Servus miteinander. Vorbei die Zeiten, in denen man ein kleines Nokia-Handy dabei hatte, welches man eigentlich nur mal aus seinem Rucksack rausholte, um alle paar Tage mal ein Lebenszeichen von sich zu geben. Heutzutage ist das Handy ein quasi Alleskönner auf dem Trail.
Ich navigiere damit, mache Fotos und schicke auch immer mal wieder meinen Standort durch. Social Media spielt sicherlich auch eine Rolle. Daher sollte das Handy nah am Mann sein und schnell zugänglich sein. Gerade aber auf dem Klettersteig oder in luftigen Höhen, treibt einen dann immer wieder die Sorge um: Hoffentlich lasse ich das Teil nicht fallen.
Tatsächlich ist mir selbst bei einem MTB Alpcross, das Handy so aus der Tasche gefallen, dass ich es nicht gemerkt hatte. Die Tour wäre fast vorbei gewesen. Gott sei Dank hatte ich es schnell nach der letzten Rast gemerkt und musste nur knapp 10 Minuten wieder hochradeln und hatte das Glück, das Handy wiederzufinden. Damit genau so etwas nicht passiert, hat Squirrel Gear das Koala 2.0 entworfen. Dies kostet 23,90 Euro. Was es kann und wo es an seine Grenzen stößt, berichte ich euch hier.
Zunächst einmal die
Maße und Gewicht: Die Koala 2.0 Handykette ist kompakt und leicht, die Länge der Schnur beträgt knapp 51 Zentimeter, lässt sich aber auf 91,4 Zentimeter auseinanderziehen. Es ist superleicht mit 32 Gramm und 4-5 Gramm für Karabiner oder Clip.


Material: Wichtig für Allergiker ist, es besteht nicht aus Latex, sondern aus Kunststoff. Squirrel Gear wirbt nun selbst damit, dass Plastik natürlich nicht so toll ist, aber andererseits dadurch Elektromüll reduziert werden kann. Fair enough. Ob die Rechnung wirklich aufgeht, vermag ich nicht zu beurteilen.
Kompatibilität:
Squirrel Gear wirbt damit, dass die Schlaufe über jedes Handy gezogen werden kann, schränkt aber auch selbst ein, dass es hier und da immer wieder zu kleinen Problemen kommen kann, da es quasi unmöglich ist, ein Universalgerät zu entwickeln. Ich selbst habe ein Xiaomi 15 T Pro und tatsächlich stößt das Gummi hier ein wenig an seine Grenzen. Dazu aber in der Praxis noch mehr.


In der Praxis:
Ich habe den Koala 2.0. über einen längeren Zeitraum vor allem beim Mountainbiken in den Bergen und beim Wandern getestet. Grundsätzlich funktioniert das System dabei sehr unkompliziert. Auch der Austausch mit Squirrel Gear war sehr angenehm und auf Fragen wurde prompt reagiert.
Montage: Das Gummi wird einfach über das Handy gezogen und fertig. Dabei muss man ein wenig schauen, dass das Gummi nicht über die Linsen der Kamera zieht. Bei mir ist es leider so gewesen, sodass ich das Gummi noch ein wenig herrichten musste. Dies hat nur eingeschränkt funktioniert, sodass mein Weitwinkelmodus mit dem Koala 2.0. quasi nicht zu nutzen ist, da immer ein Streifen des Bandes mit abgelichtet wird. Auch sollte man darauf achten, dass das Gummi wirklich fest über den Ecken sitzt, damit es nicht aus irgendwelchen Gründen (Reibungen, Hängenbleiben etc.) wieder abrutscht.

Für normale Fotos ist das weniger dramatisch, bei Landschaftsaufnahmen oder Aufnahmen während der Fahrt aber schon etwas ärgerlich. Die Selfiefunktion ist davon aber nicht betroffen.
Des Weiteren sind auch die Smarttasten des Telefons selbst durch das Gummi ein klein wenig eingeschränkt. Die Kamera selbst konnte ich so durch haptischen Tastendruck etwas umständlicher bedienen.
Das sind für mich keine Gründe, die Halterung grundsätzlich abzulehnen, aber es sind eben Einschränkungen, die man beim Einsatz merkt. Gerade wenn mit einer möglichst uneingeschränkten Nutzung des Smartphones geworben wird, sollte man diesen Punkt aus meiner Sicht erwähnen.
Sicherung: Das Smartphone wird also durch das elastische Band gehalten und anschließend kann man die Halterung entweder mit dem Clip oder einem Karabiner an Rucksack, Jacke oder Bike befestigen.




Gerade beim Mountainbiken oder auf Wanderungen möchte ich mein Smartphone nicht einfach lose in eine offene Tasche stecken. Bei mir war das beispielsweise praktisch, weil meine Rucksacktasche für das Handy etwas zu klein war, um den Reißverschluss noch vollständig zu schließen. Ich konnte das Handy trotzdem dort locker verstauen und hatte mit der Koala 2.0 zusätzlich eine Sicherung. Denn wenn das Handy einmal aus der Tasche rutscht, hängt es noch am Band.
Oder eben, wie oben schon beim Alpcross beschrieben, ist man auf der sicheren Seite, wenn das Handy noch einmal zusätzlich gesichert ist. Auch beim Radeln ist mir mein Handy aus der Handyhalterung bei konstantem Fahren mit Erschütterungen geflogen. Mit dem Koala 2.0. hab ich zumindest die Sicherheit, dass mein Handy nicht auf den Boden knallt oder mir unbewusst entschwindet.
Die Befestigung selbst macht dabei einen stabilen Eindruck. Den Karabiner würde ich allerdings dem Clip vorziehen. Der Clip hält im normalen Gebrauch gut, lässt sich bei entsprechend kräftigem Zug aber lösen – beispielsweise wenn man irgendwo hängen bleibt. Beim Karabiner habe ich diesbezüglich deutlich mehr Vertrauen.


Praktisch finde ich außerdem, dass Clip und Karabiner austauschbar sind. Man kann also je nach Situation entscheiden, welche Befestigung besser passt.
Mein Fazit
Die Koala 2.0 ist für mich weniger eine klassische „Handyhalterung“ als vielmehr eine zusätzliche Sicherung für das Smartphone bei Outdoor-Aktivitäten. Genau dafür funktioniert sie gut. Das Handy hängt sicher am Körper und man muss nicht ständig Angst haben, dass es beim Klettern, Wandern oder Radfahren aus der Tasche fällt.
Die 23,90 € sind für eine solche Halterung sicherlich nicht wenig. Wenn man allerdings bedenkt, dass ein verlorenes oder beschädigtes Smartphone schnell ein Vielfaches kostet, relativiert sich der Preis. Ich würde bei der Befestigung trotzdem den Karabiner bevorzugen, weil er mir insbesondere im Gelände mehr Sicherheit vermittelt.
Abzüge gibt es von mir vor allem für die Einschränkung der Weitwinkelkamera und teilweise die schlechter erreichbaren Tasten. Das sollte man vor dem Kauf wissen.

Unterm Strich: Für Wandern, Mountainbiken, Klettersteige und ähnliche Aktivitäten finde ich den Koala 2.0 absolut sinnvoll. Wer dagegen regelmäßig Fotos oder Videos mit der Weitwinkelkamera aufnehmen möchte, sollte vorher prüfen, ob das Band bei seinem konkreten Smartphone die Linse verdeckt.
Kleiner Funfact: Schaut euch einmal das Werbevideo zum Koala 2.0 an. Das ist schon echt witzig.